Maschinenstundensatz berechnen.
Ermitteln Sie den Stundensatz für Ihre Maschine in unter fünf Minuten — mit allen relevanten Kostenfaktoren: Abschreibung, kalkulatorische Zinsen, Raumkosten, Energie und Werkzeuge. Kostenlos, ohne Anmeldung, ohne Daten-Tracking.
Die Maschinenstundensatz-Formel.
Fixkosten umfassen Abschreibung, kalkulatorische Zinsen, Raumkosten und Instandhaltung. Variable Kosten sind Energie- und Werkzeugkosten. Die Maschinenlaufzeit gibt an, wie viele Stunden die Maschine jährlich im Einsatz ist — typisch 2.000 h bei Einschichtbetrieb.
Maschinenstundensatz Schritt für Schritt.
Ein konkretes Beispiel — Anschaffungskosten 400.000 €, Nutzungsdauer 10 Jahre, jährliche Wartungskosten 12.000 €, Raumkosten 7.680 €/Jahr, kalkulatorische Zinsen 15.000 €/Jahr. Die Maschine läuft 2.000 Stunden pro Jahr.
| Abschreibung (400.000 € ÷ 10 Jahre) | 40.000 € / Jahr |
| Kalkulatorische Zinsen | 15.000 € / Jahr |
| Instandhaltungskosten | 12.000 € / Jahr |
| Raumkosten (80 m² × 8 €/m² × 12) | 7.680 € / Jahr |
| Fixkosten gesamt | 74.680 € / Jahr |
| Stromkosten (30 kW × 0,30 €/kWh × 2.000 h) | 18.000 € / Jahr |
| Gesamtkosten | 92.680 € / Jahr |
| Maschinenstundensatz | ≈ 46,34 € / h |
Die Formel: (Fixkosten + variable Kosten) ÷ Maschinenlaufzeit = 92.680 € ÷ 2.000 h ≈ 46,34 €/h. Dieses Beispiel zeigt, wie sich Kosten strukturieren und präzise kalkulieren lassen — die Werkzeugkosten variieren je nach Maschine und werden in der vollständigen Berechnung im Rechner oben erfasst.
Die wichtigsten Variablen erklärt.
Maschinenlaufzeit (h / Jahr)
Effektive Betriebszeit ohne Wartung und Rüstzeiten. Typisch 2.000 h bei Einschichtbetrieb (250 Arbeitstage × 8 h). Dieser Wert verteilt die jährlichen Fixkosten auf die tatsächlichen Stunden.
→ Zum RechnerGeplante Nutzungsdauer (Jahre)
Wie lange die Maschine produktiv genutzt wird, bevor sie ersetzt oder abgeschrieben wird. Üblich sind 5 bis 15 Jahre. Eine längere Nutzungsdauer senkt die jährliche Abschreibung, erhöht aber Wartungsaufwand.
→ Zum RechnerWiederbeschaffungswert (€)
Geschätzte Kosten für den Ersatz der Maschine nach Ablauf der Nutzungsdauer. Kann über den Anschaffungskosten liegen — wegen Inflation oder technologischer Entwicklung. Grundlage für die Abschreibung.
→ Zum RechnerKalkulatorische Zinsen (€ / Jahr)
Kosten der Kapitalbindung — egal ob Eigen- oder Fremdkapital. Reflektiert den entgangenen Gewinn, den das Kapital alternativ erwirtschaften könnte. Üblich: ca. 50 % der Anschaffungskosten × Zinssatz.
→ Zum RechnerInstandhaltungskosten (€ / Jahr)
Wartung, Reparaturen, vorbeugende Maßnahmen. Oft als 2–4 % der Anschaffungskosten p.a. kalkuliert. Regelmäßige Instandhaltung verlängert die Lebensdauer und reduziert Ausfallzeiten.
→ Zum RechnerAufstellfläche & Raumkosten
Platzbedarf der Maschine in der Halle (m²) × Raumkosten pro m² und Monat × 12. Beispiel: 80 m² × 8 €/m² × 12 Monate = 7.680 € pro Jahr. Größere Maschinen oder komplexe Anlagen erhöhen den Anteil.
→ Zum RechnerAnschlussleistung & Ausnutzung
Maximale elektrische Leistung (kW) × tatsächliche Auslastung (typisch 40–60 %). Beispiel: 60 kW Anschluss × 50 % = 30 kW realer Verbrauch. Multipliziert mit Stromkosten und Laufzeit ergibt sich die Energiekosten.
→ Zum RechnerWerkzeugkosten (€ / Jahr)
Standardwerkzeuge, Verschleißteile, ggf. Spezialwerkzeuge. Üblich: 2–3 % der Anschaffungskosten p.a. Beispiel: 300.000 € Anschaffung → ca. 6.000–9.000 € Werkzeugkosten pro Jahr. Variable Kosten, abhängig von der Nutzung.
→ Zum RechnerDie Grundlage jeder Kalkulation.
Der Maschinenstundensatz ist ein entscheidender Kennwert in der Fertigungs- und Kostenkalkulation. Er gibt an, wie hoch die Kosten für den Betrieb einer Maschine pro Stunde sind — einschließlich aller fixen und variablen Kosten wie Anschaffung, Wartung, Energie und Werkzeuge.
In der industriellen Fertigung wird der Maschinenstundensatz häufig verwendet, um Herstellkosten präzise zu berechnen und Angebote zu erstellen, die wettbewerbsfähig und profitabel sind. Ohne exakte Kenntnis kann es zu Fehlkalkulationen kommen — entweder werden Gewinne geschmälert oder Angebote überteuert.
Eine präzise Berechnung bietet messbare Vorteile: Kostenpotenziale lassen sich identifizieren, die Rentabilität einzelner Maschinen wird vergleichbar, Investitionen können gezielt geplant werden. Exakte Stundensätze stellen sicher, dass Ihre Angebote marktgerecht sind, ohne Verluste zu verursachen — und schaffen Transparenz in Ihrer Kostenstruktur.
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